STAUFF Form EVO: Titelgeschichte in der Ausgabe Juli 2022 des deutschen Fachmagazins 'fluid'

Hydraulik 26 fluid · technik c`cc Ziel: Kosten sparen bei gleichem Sicherheitsniveau Warum dann eine Weiterentwicklung, wenn alles im grünen Bereich ist, keine Probleme auftreten und das System sich weltweit durchsetzt? Weil es zwar keinen technischen, aber wirtschaftlichen Optimierungsbedarf gab. Jernej Pisnik berichtet aus der Praxis: „Natürlich achten die Anwender im Maschinen- und Anlagenbau auf die Sicherheit und die lange Lebensdauer von Rohr- verbindungen. Aber für sie sind das Teile, bei denen auch der Preis eine große Rolle spielt – zumal, wenn bei größeren Anlagen hunderte von Rohrverbindungen an- gefragt werden. Da hatten wir in der Vergangenheit oft nicht die beste Position bei den Preisverhandlungen.“ Diese Position hat sich mit der Einführung von Stauff Form Evo deutlich verbessert. Viton-Dichtring ersetzt Metall-Elastomer-Kombination Während der Dichtring bei der ersten Generation von Stauff Form aus einer Kombination von zwei Materialien – dem metallischen Adapterring und einer anvulkani- sierten Elastomerdichtung – bestand, kommt bei der Weiterentwicklung ein deutlich preiswerterer, da nur aus einem Material bestehender Viton-Dichtring zum Ein- satz. Jernej Pisnik: „Das ist genau der richtige Schritt. Das Umformsystem ist jetzt deutlich günstiger. Der neue Dichtring ist im Vergleich zu seinem Vorgänger um ein Mehrfaches günstiger. Das macht sich in den Gesamt- kosten sehr positiv bemerkbar. Zugleich bleiben das hohe Sicherheitsniveau und die lange Lebensdauer in vollem Umfang erhalten, ebenso die Montagefreund- lichkeit.“ Der Viton-Dichtring kann gleichermaßen für Stahl- und Edelstahlverbindungen verwendet werden, sodass keine doppelte Lagerhaltung notwendig ist. Au- ßerdem fällt er im Handling nur schwer vom Rohr, weil er etwas überspritzt ist. Wegen seines seitengleichen Profils kann er nicht falsch herum aufgeschoben werden – lauter kleine Vorteile, die sich in der täglichen Praxis der Montage hydraulischer Leitungssysteme auszahlen. Kein Austausch der Umformmaschinen erforderlich Ein weiterer Vorteil, von dem auch Pisnik profitiert: Ma- schinenbauer, Dienstleister und Reparaturbetriebe, die auf das neue System umstellen möchten, können die be- reits vorhandenen und inzwischen weltweit eingesetzten Maschinen weiterverwenden. Für die Bearbeitung von Stauff Form Evo sind nur zwei Schritte erforderlich: Ein Software-Update ist nötig und auch der Austausch der Umformstutzen, weil die Umformkontur der Geometrie des neuen Viton-Dichtungsrings angepasst wurde. Wenn der Anwender aber auch die Klemmbacken austauscht, profitiert er von einem weiteren Vorteil: Im Vergleich zu Stauff Form und auch zu anderen imMarkt verfügbaren Umformsystemen sind die Einspannlängen von Stauff Form Evo erheblich kürzer. In Zahlen: Je nach Rohrdurchmesser kommt man mit 52 bis 126mm aus. So lassen sich besonders kompakte Rohrsysteme mit engen Radien realisieren. Dazu leisten die im alten und auch neuen Stauff-Form-System extrem kurzen Monta- gewege ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Einfache Montage – zuverlässige Verbindung Was für beide Systeme gilt, ist die ebenso einfache wie sichere Montage. Über- und Untermontagen sind prak- tisch ausgeschlossen. Der Monteur zieht die Überwurf- mutter bis zum Punkt des deutlich spürbaren Kraftan- stiegs an und schließt die Montage mit einer weiteren Drehung um nur 15° bis 20° über diesen Punkt hinaus ab. Ein eindeutig erkennbarer Drehmomentanstieg sig- Stauff Form EVO basiert vollständig auf Standard- Bauteilen, die alle mit einer hochwertigen Zink/Nickel- Oberfläche ausgeführt sind. Stauff Form EVO mit kostengünstigem Viton- Dichtungsring ist ebenso zuverlässig wie die erste Generation des Umformsystems. Produktexperten und Anwendungs- techniker sind mit dem Stauff Liner un- terwegs und erläu- tern die Weiterent- wicklung des Um- formsystems Stauff Form EVO.

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