STAUFF Form EVO: Titelgeschichte in der Ausgabe Juli 2022 des deutschen Fachmagazins 'fluid'

Hydraulik fluid · technik c`cc 25 gen für eine hydraulische Großpresse hergestellt und montiert – vor Ort in Kanada und mit Stauff Form. Seit- dem setzen wir das Umformsystem regelmäßig ein, wenn wir Hochdrucksysteme verrohren, und sind sowohl mit der Handhabung in der Montage als auch mit der Zuver- lässigkeit der Rohrverbindungen sehr zufrieden.“ Beste Abdichtung auch unter widrigen Bedingungen Das Prinzip von Stauff Form: An das zu verbindende Ende eines konventionellen Rohres wird in einer elekt- rohydraulischen Maschine, die der Stauff-eigene Ma- schinenbau entwickelt hat, eine Kontur angeformt. Zu- sammen mit einem herkömmlichen Verschraubungs- körper mit 24°-Innenkonus und einer Überwurfmutter gemäß ISO 8434-1 entsteht nach dem Grundsatz ‚Metall auf Metall‘ eine formschlüssige, dichte Verbindung, de- ren Dichtheit auch unter widrigen Bedingungen wie Druckschlägen und Vibrationen nicht beeinträchtigt wird. Um den einzigen denkbaren Leckageweg abzu- dichten, wird vor dem Verschrauben ein Dichtring auf das Rohrende aufgeschoben. In der ersten Generation war dies ein Zink/Nickel-beschichteter Stahlring bezie- hungsweise Edelstahlring mit einem aufvulkanisierten Viton-Dichtring. Bei Stauff Form Evo wird dieser durch einen ‚einfachen‘ Viton®-Dichtring ersetzt, ohne dass die Leckagesicherheit beeinträchtigt ist. Sicher unter extremen Bedingungen bis 800bar Die Dichtwirkung der formschlüssigen Verbindungen wird vom Systemdruck der Hydraulikanlage unterstützt, sodass Stauff Form Evo besonders für Leitungssysteme mit hoher Druckauslastung geeignet ist: bis zu 500 bar in der Leichten Baureihe, bis zu 800 bar in der Schweren Baureihe, für Stahl- und Edelstahlrohre in Durchmes- sern von 6 bis 42mm. In solchen Einsatzbereichen profitieren Anwender dar- über hinaus von einer erhöhten Ausreißfestigkeit – ein klarer Sicherheitsvorteil angesichts von Druckschlägen und vibrierenden Belastungen, wie sie in vielen Hydraulikanla- gen typisch sind. Selbst die Druckspitzen, die für Rohrver- bindungen eine große Belastung darstellen, beeinträchti- gen die dauerhafte Leckagefreiheit des Systems nicht. An das Ende eines konventionellen Rohres wird als Grundlage der „formschlüssigen Verbindung“ eine Kontur angeformt. Bild: Pisnik Für Stauff Form EVO stehen Klemm- backen mit geringen Einstecktiefen für noch komplexere Geometrien und ge- ringere Rohrbiege- radien zur Verfügung. Je nach Rohrabmes- sung und Biegung lässt sich die Stan- dard-Mutter sogar in den Bogen des Rohres schieben, so- dass sich die ange- gebenen Einspann- längen nochmals um die Mutternbrei- te verkürzen.

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